DROWNING ON DRY LAND
Charlotte wies den Fahrer an vor dem kleinen Supermarkt zu halten, den Sadie wenige Momente zuvor gesehen hatte. Es war wieder einmal typisch, dass Sadie noch etwas im letzten Moment vergessen hatte. Charlotte verdrehte ihre Augen und versuchte erst gar nicht zu verbergen, dass sie genervt davon war. Sie wollte endlich nach Hause und die letzten Sachen packen, damit sie pünktlich am Flughafen sein würden.
»Musst du wirklich noch da rein?«, fragte Charlotte fast so quengelnd, wie ein kleines Kind. Immerhin waren Sadie und sie den ganzen Tag einkaufen gewesen, um die letzten Dinge für ihren Urlaub in Frankreich zu besorgen. Charlotte war nur so ungeduldig, weil sie endlich aus New York weg wollte. Sie freute sich schon unglaublich auf Frankreich, auf Paris und auch auf ihre Großmutter, die sich zwei Wochen um die beiden Freundinnen kümmern würde. Charlotte liebte es bei ihrer Großmutter. Sie war zwar eine alte Frau, doch sie mochte ihre Enkelin und zeigte ihr das auch ganz genau. Charlotte genoss das.
»Soll ich dir wirklich antworten, Chuck?«, entgegnete ihr Sadie grinsend und stieg aus dem Wagen aus, als der Fahrer endlich einen Parkplatz gefunden hatte. Sadie überquerte die Straße und betrat den kleinen Supermarkt. Das Licht war sehr schummrig und der Verkäufer war ein alter Japaner, der ihr schüchtern einen guten Tag wünschte. Sadie lächelte ihn fröhlich an und wünschte ihm gleiches. Sie hatte noch nie Probleme damit gehabt mit Menschen umzugehen. Sie wirkte immer so fröhlich und aufgeweckt, sodass man manchmal das Gefühl hatte, sie hätte nie, aber auch wirklich nie schlechte Laune. Charlotte Saß derweilen noch immer im Wagen und versuchte sich daran zu erinnern, was Sadie vergessen hatte zu kaufen. War es eine Zahnbürste gewesen? Shampoo? Vielleicht eine einfache Nylonstumpfhose? Anscheinend hatte sie wieder einmal schlecht zugehört. Auch egal. Charlotte sah aus dem Fenster und erkannte Sadie, wie sie dem Verkäufer eines ihrer berühmten Lächeln schenkte. Dann trat ihre Freundin um die Ecke und war aus ihrem Blickfeld verschwunden. Charlotte seufzte. Sie hasste es im Wagen zu warten. Doch genau das tat sie. Sie wartete, wartete und wartete. Sadie brauchte wirklich verdammt lange. Nachher würden sie noch ihren Flug verpassen! Wirklich klasse. Charlotte liebte Sadie zwar wie keine Andere, doch in solchen Momenten trieb sie sie wirklich zur Weißglut. Schließlich stieg Chuck aus und lief auf den Supermarkt zu. Sie wollte einfach mal nachsehen warum Sadie so lange brauchte, denn eigentlich hatte ihre Freundin keinen Großeinkauf tätigen wollen. Zumal Charlotte bezweifelte, dass dies in diesem schäbigen Supermarkt überhaupt möglich war. Gerade als Charlotte die Straße überquert hatte, fiel ein…? Ein Schuss? Chuck runzelte ihre Stirn. Woher kam dieses schon fast schmerzhaft laute Geräusch und zur Hölle – war das wirklich ein Schuss gewesen? Sie war sich nicht sicher, ob sie das so genau wissen wollte. Die Kriminalitätsrate war in New York nicht gerade niedrig. Zumindest glaube sie das. Früher oder später wurde man zwangsläufig Zeuge eines Verbrechens, ob man nun wollte oder nicht. Und Charlotte wollte das mit Sicherheit nicht.
Gerade als Chuck wieder einen Fuß vor dem anderen setzen wollte, kam ein Kerl aus dem Supermarkt, der sie fast umgerannt hätte.
»Kannst du nicht aufpassen?!«, rief Charlotte ihm gereizt hinterher und hatte die Situation noch immer nicht begriffen. Erst als sie den Supermarkt betrat, wurde ihr so einiges klar. Ihr wurde klar, dass sie zum ersten Mal Zeugin eines Verbrechens war und ihr wurde klar, dass sie noch dazu eine selten dämliche Zeugin war. Doch das alles war nicht schlimm. Das alles hätte im Nachhinein nichts zu bedeuten gehabt. Charlotte sah den Verkäufer verstört hinter der Ladentheke hocken. Vor ihr auf dem Boden lagen ein paar Schokoriegel verteilt, die wohl aus den kleinen Regalen an der Theke kamen. Es war still. In einer Ecke sah sie eine ältere Frau, die beschützend ihren kleinen Pudel im Arm hielt. Ein Herr mittleren Alters schien die Polizei zu rufen. Und wo war Sadie? Wo zur Hölle war Sadie? Panik stieg in Chuck auf. Reif der Mann da grad einen Krankenwagen? Was war denn nur passiert? Und plötzlich konnte Charlotte es sich denken. Das Geräusch was sie gehört hatte, war wirklich ein Schuss gewesen und dieser Mann… Dieser Mann war ein Dieb und…Mörder! Endlich hatte sie Sadie entdeckt, doch das machte sie Situation nicht besser, sondern schlimmer. Charlotte stürmte auf ihre am Boden liegende Freundin zu und schmiss sich vor ihr auf die Knie. Es interessierte sie nicht, dass ihre teure Blueburry Jeans nun voller Blut war. Dieser dämliche Kerl hatte Sadie, ihre Sadie, die tolle, muntere und kluge Sadie einfach erschossen! Erschossen, sie war tot. Überall Blut. Sie war so bleich. Charlotte wurde schwarz vor Augen. Sie wachte schweißgebadet auf.

Charlotte schreckte hoch. Draußen dämmerte es noch, doch sie konnte schon die Umrisse ihres Zimmers erkennen. Sie befand sich weder in New York, noch in einem Supermarkt. Nein, es war das fliederfarben gestrichene Zimmer mit den weißen Holzfensterrahmen, der weißen Couch und dem großen weißen Bett. Ihre Bettwäsche war die meiste Zeit ebenso fliederfarben wie die Wände. Alles war aufeinander abgestimmt. Selbst die Dekoration. Sie hatte fiedernde Vasen mit weißen Orchideen oder weiße Vasen mit lila Orchideen drin. Es war anders, als ihr Zimmer in New York. Das in New York war noch pink gewesen, sogar etwas zusammengewürfelter. Das jetzige war von einer Innenarchitektin eingerichtet worden. Charlottes Dad dachte wohl, dass sie das cool finden würde. Doch Charlotte legte schon lange keinen Wert mehr auf solche Dinge. Viel lieber wollte sie die Albträume loswerden oder Sadie wieder haben. Ersteres wollte ihr partout nicht gelingen und letzteres war schlichtweg unmöglich. Das wusste sie. Charlotte hasste es Albträume zu haben. Sie träumte immer und immer wieder von dem Tag, an dem Sadie starb. Sie hatte schon so viele Nächte das durchgemacht, was sie damals in New York durchmachen musste, bevor sie eigentlich in den Urlaub wollte. Mit Sadie. Und nun würde sie nie wieder einen Urlaub mit ihr verbringen können. Und ihre Großmutter? Die war auch schon gestorben. Manchmal hatte Chuck das Gefühl, dass ihr alle Menschen, die sie liebte, wegstarben. Erst ihre Mutter, den Krebs hatte sie nicht besiegt, dann Sadie und dann auch noch ihre geliebte Großmutter. Es war zum Verzweifeln. Richard, ihr Dad, hatte sie schon des Öfteren zum Psychologen geschickt. Doch darauf hatte Charlotte ehrlich gesagt keine Lust. Es brachte ihr nichts und gegen die Albträume hatte ihr keiner der Psychologen geholfen. Sie musste alleine damit klar kommen, dachte sie – wie mit so vielem.
Sie hörte wie unten die Haustür zuknallte. Also hatte ihr Vater das Haus verlassen, um zur Arbeit zu fahren. Sie hätte eigentlich noch etwas schlafen können, doch jetzt war das eh vorbei. Sie konnte einfach nicht mehr einschlafen. Der Traum hatte sie wieder einmal zu sehr aufgewühlt und alles was Charlotte jetzt wollte, war es Ablenkung zu finden. Müde stieg sie aus ihrem Bett und ging ins Badezimmer. Sie trat vor dem Spiegel und betrachtete sich einen Moment. Ihr langes braunes Haar war zerzaust und stand wie jeden Morgen in alle Richtungen ab. Sie hatte immer einen ziemlich unruhigen Schlaf. Ihre braunen Knopfaugen sahen müde aus – eben so, wie sie sich fühlte. Charlottes Wangen waren leicht gerötet – das lag wohl an ihrem Traum. Sie merkte, dass sie geschwitzt hatte. Ihr Schlafanzug war durchnässt und eine Dusche war nun wahrscheinlich das Beste. Den Gedanken an Sadie versuchte sie einfach zu verdrängen. Stattdessen dachte sie darüber nach, welches Shampoo wohl für den heutigen Tag am besten war. Nach rascher Überlegung griff Charlotte nach dem Veilchenshampoo, das sie in einem kleinen Laden hier in Viola Hill gekauft hatte. Der Laden verkauft nur Dinge, die aus Veilchen hergestellt worden waren. Bonbons, Shampoo, Seife, Kerzen… Da waren die Einheimischen von Viola Hill ziemlich kreativ. Das Shampoo roch jedoch fantastisch und das konnte man nicht verleugnen.
Also schälte sich Chuck aus ihrem nassen Pyjama, stieg unter die Dusche und nahm sich richtig viel Zeit. Immerhin konnte sie das auch. Es war vielleicht höchstens sechs Uhr und die Schule fing erst pünktlich um acht an. Bis dahin hatte sie noch genug Zeit. Immerhin war die Schule nicht weit von ihrem Zuhause entfernt, was allerdings auch schwer war in Viola Hill. Es war eigentlich alles innerhalb der Stadt nicht weit entfernt.
Als Charlotte schließlich aus der Dusche kam, ging sie den anderen Dingen nach, die sie jeden Morgen tat, bevor sie in die Schule ging. Sie putzte sich ihre Zähne, zog sich an, schminkte sich und machte sich die Haare. Dann packte sie ihre Tasche. Heute standen unter anderem Mathe und Physik auf dem Stundenplan – beides Fächer, die ihr nicht besonders lagen. Als sie ihre Tasche fertig gepackt hatte, ging sie nach unten ins Esszimmer, wo das Frühstück schon fertig aus dem Tisch stand. Alles das Werk ihrer Haushälterin Ellen. Eine nette Frau und ihr Essen war ausgezeichnet. Charlotte wusste wirklich nicht, was sie ohne Ellen machen würden. Die Schülerin setzte sich an den großen Eichentisch und begann zu frühstücken. Sie empfand das Frühstück immer als sehr trostlos. Sie aß allein. Ihr Dad war schon längst aus dem Haus und Ellen war wahrscheinlich einkaufen oder machte die Wäsche. Das Esszimmer war groß, der Tisch prall gefüllt – da fühlte man sich schnell einsam. Aber genauso war es eigentlich mit dem gesamten Haus. Es war groß, sehr schön und teuer – die meisten würden wahrscheinlich für ein solches Haus sterben, doch Charlotte war es eher peinlich. Seit sie aus New York weggezogen war, war es ihr nicht mehr so wichtig, dass alle sehen konnten, wie viel Geld ihre Familie besaß. Eigentlich verheimlichte sie dies sogar ein wenig vor ihren neuen Freunden in Viola Hill. Noch nie hatte sie einen von ihnen zu sich nach Hause eingeladen. Ihr gefiel einfach der Gedanke nicht.
In New York hatte sie eine private Highschool besucht und war nur mit reichen Kids zur Schule gegangen. Es ging nur um den Status – Wer hatte das meiste Geld zur Verfügung? Wer die reichsten und coolsten Eltern? Wer trug die angesagtesten Designerkleider? Chuck musste zugeben, dass auch sie ein wenig davon besessen war schönere und teurere Kleider als die anderen Mädchen zu tragen. Sie liebte Mode. Das tat sie auch noch immer, doch sie war nicht mehr bedacht darauf jedem zu zeigen, dass sie gerade Gucci oder Versace trug. Im Gegenteil. Sie war zwar immer noch sehr eitel, versuchte aber dennoch so gut es ging zu verstecken, wie teuer ihre Kleidung in Wirklichkeit war. Manchmal trug sie sogar nur ein Greenpeace T-Shirt, was ihr damals natürlich nie in den Sinn gekommen wäre. Ihre Mitschülerinnen, natürlich alles waschechte New Yorkerinnen, hätten sie dann allerdings auch ziemlich blöd angesehen.
Als sie fertig gefrühstückt hatte, stand sie auf und ging noch einmal hoch in ihr Zimmer. Den Tisch brauchte sie nicht abräumen. Das würde Ellen ebenfalls übernehmen. So war es die Schülerin gewohnt.
Aus ihrem Zimmer holte sie schließlich ihre Tasche, die sie nicht vergessen durfte, wenn sie gleich in die Schule fuhr. Dann warf sie einen letzten Blick in den Spiegel (wie gesagt, selbst wenn Chuck nun in Viola Hill lebte, war sie noch immer ziemlich eitel und hatte sich Dinge wie in so gut wie jeden Spiegel zu gucken nicht abgewöhnt). Die Haare saßen, das Outfit stimmte – sie konnte los. Also eilte sie die Treppe wieder herunter und schnappte sich die Schlüssel ihres schwarzen Chryslers, den sie zu ihrem sechzehnten Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Sie hatte nicht schlecht gestaunt, als plötzlich der große Wagen vor der New Yorker Villa stand, wo sie noch vor einem Jahr gelebt hatten. Eben bevor sie in diese Kleinstadt gezogen war. Sie liebte ihren Wagen. Es war zwar im Gegensatz zu ihr so groß, dass sie daneben schon fast lächerlich wirkte, doch genau das gefiel ihr. Nicht, dass sie lächerlich aussah (das dachte sie ohnehin nicht von sich), sondern sie liebte große Autos. Sie liebte die Ledersitze und sie liebte die eingebaute Sitzheizung – besonders im Winter. Doch Charlotte fror so schnell, dass sie sie sogar manchmal im Frühling oder Sommer anmachte, wo die meisten in T-Shirt und kurzen Shorts vor die Tür gingen. Charlotte hatte immer zur Sicherheit einen dicken Pullover im Kofferraum. Sie kannte sich.
Als sie in den Wagen stieg, hatte sie eigentlich noch etwas Zeit. Sie würde gute zwanzig Minuten vor Schulbeginn eintreffen, doch wahrscheinlich warteten schon einige Klassenkameraden auf sie und dann war es nicht so schlimm schon ein wenig eher in der Schule festzusitzen. Schon wenige Minuten später konnte Charlotte ihren Wagen bereits parken. Ihre Villa stand zwar ziemlich am Stadtrand, jedoch brauchte sie dennoch weniger als fünfzehn Minuten mit dem Wagen bis zur Schule. Manchmal war das natürlich nicht schlecht, doch besonders in Charlottes erster Zeit in Viola Hill war das ziemlich ungewohnt für sie gewesen. Sie kam auf New York, war ein Großstadtmädchen und war eine so kleine gemeine nicht gewohnt. Viola Hill hatte ungefähr siebzehntausend Einwohner, was nicht wenig war, wenn man nur die Zahl im Einzelnen betrachtete. Allerdings hatte New York mehr als acht Millionen Einwohner, was eine ganz andere Dimension war. Manchmal sehnte sich Charlotte nach New York. Allerdings hatte sie sich mittlerweile damit abgefunden nun in einer Kleinstadt zu leben. Es hatte auch etwas Gutes. Niemand kannte, wusste wer sie war und vor allem was ihr schon alles passiert war. Was Sadie passiert war. Also konnte sie noch einmal von neu anfangen. Neue und wahre Freunde finden und sich selbst neu erfinden. Sie hatte sich verändert. Eindeutig. Doch das hatte sie so auch gewollt. Sie wollte Abstand von der Schickeria nehmen und endlich mit Menschen zusammen sein, die nicht oberflächlich waren, sondern sie so nahmen, wie sie war. Und Solche Menschen hatte sie gefunden. Neue Freunde, eine Clique, die wirklich toll war. Sie war die Neue gewesen und dennoch waren gleich alle nett zu ihr gewesen (das wäre in der privaten New Yorker Highschool mit Sicherheit nicht vorgekommen) und hatten sie ziemlich rasch in ihre Gruppe aufgenommen.
Von weitem konnte Charlotte schon Juliet entdecken, die sich mit irgendeinem der Sportler unterhielt. Wahrscheinlich wartete sie nur darauf, dass Ian kam, damit dieser eifersüchtig wurde. Sie waren ein Paar. Zumindest hin und wieder. Man blickte bei den beiden eigentlich nie richtig durch. Mal waren sie ein Paar, dann aber auch wieder nicht. Ihre ganze Liebe bestand eigentlich nur aus einem einzigen Hin und Her. Man konnte sie kaum mehr ernst nehmen. Aber anscheinend konnten sie auch nicht ohne einander. Irgendwann kamen sie immer wieder zusammen. Wahrscheinlich hatten sie momentan wieder Schluss gemacht. Zumindest sah das, was Charlotte sah, als sie näher an Juliet heran kam, eindeutig wie flirten aus. Dabei schien Jason (falls das wirklich sein Name war) eigentlich gar nicht ihr Typ zu sein. Ian war Poet. Wirklich. Er schrieb viel und er schrieb gut. Manches hatte Chuck schon lesen dürfen. Aber Jason war einfach nur ein strohdoofer Sportler. Er erfüllte so gut wie jedes Klischee, was man als Highschool Sportler erfüllen konnte. Optisch sahen sie gut zusammen aus. Sie hatte langes blondes Haar, welches meistens wellig über ihre Schultern glitt. Ihre Augen waren grün, sie war um einiges größer als Charlotte und ziemlich dünn. Wahrscheinlich hätten sie in New York auf der Straße Modelscouts angesprochen. In Viola Hill passierte so etwas natürlich nicht.
Er war groß, muskulös und hatte dunkles, recht kurzes Haar. Er war durchaus attraktiv. Zumindest wenn man auf muskelüberladene Schwachköpfe stand. Zusammen hatten sie Ballköniginnen- und Ballkönigpotential.
Das hatte Juliet mit Ian nicht. Nicht wirklich.
Er war gehörte eher zu der etwas schlaksigen Sorte, auch wenn man bei ihm ebenso einige Muskeln fand. Er hatte dunkelblondes Haar, das etwas länger war und meistens einfach kreuz und quer in alle Richtungen abstand. Er hatte eine markante Nase und blaue Augen. Alles an ihm, seine Haltung, sein Lächeln, schien Herzlichkeit auszustrahlen. Das mochte Charlotte so an ihm. Man sah Ian und mochte ihn einfach sofort. Ein netter Typ, aber manchmal einfach furchtbar nachdenklich. Wahrscheinlich dachte er auch viel zu viel über Juliet nach, seine Juliet. Manche neckten ihn sogar damit ihn Romeo zu nennen. Aber er war souverän genug, um darüber zu stehen. So war er. Charlotte musste grinsen, als sie über Ian und Juliet nachdachte. Juliet hatte sie mittlerweile auch bemerkt und begann sehr enthusiastisch mit ihren Händen herumzufuchteln. Das sollte wohl Winken darstellen. Oder so etwas in der Art. Auf jeden Fall war es Juliets Art ihre Freundin zu begrüßen. »Chuck!«, hörte Charlotte Juliets melodische stimme klingen. »Du? Hier? Und das jetzt schon? Eigentlich hast du noch ein paar Minuten…«, meinte die Blondine, als Charlotte sie endlich erreicht hatte.
»Heute bin ich mal etwas eher gekommen, um zu sehen, was du so treibst, wenn man mal nicht auf dich aufpasst.«
Damit meinte Charlotte natürlich das Fremdflirten. Sie musste grinsen. Es war so viel einfacher den Tag mit einem Witz zu beginnen, als mit der Wahrheit. Charlotte konnte Juliet ja auch schlecht erzählen, dass sie heute eher da war, weil sie einen Albtraum von ihrer verstorbenen besten Freundin hatte, der sie eher aufstehen ließ. Gut, konnte sie schon, doch über so etwas sprach Charlotte im Allgemeinen nicht. Weder mit Juliet, noch mit sonst wem. Mit niemanden.
Charlotte sah zu, wie Juliet die Augen verdrehte. Jason schien abgeschrieben zu sein - jetzt wo sie jemand Besseres hatte, mit dem sie sich unterhalten konnte.
»Als müsste ich mich vor Ian rechtfertigen«, antwortete Juliet in einem schnippischen Ton, den man sonst nicht von ihr gewöhnt war. Oh ja, anscheinend hatten sie wirklich wieder Streit gehabt. Charlotte konnte nur erahnen, worum es dieses Mal ging.
»Egal. Wie geht’s dir?«, fuhr Juliet schließlich fort, als sie merkte, dass Chuck nicht so recht wusste, was sie antworten sollte. Ihr bekanntes Strahlen war wieder in ihr Gesicht zurückgekehrt, was Charlotte ungemein beruhigte. Ihr gefiel die gut gelaunte Juliet besser, als die, die ständig Beziehungsprobleme hatte.
»Gut. Und dir?«, log Charlotte.
»Supi!«
Ja, da war wieder der überschwängliche Enthusiasmus, den man von Juliet kannte.
»Weißt du, wie könnte mir es auch schlecht gehen nach so einem tiefgründigen Gespräch«, scherzte sie und sah lachend zu Jason herüber, der mittlerweile wieder zu seinen Freunden getrottet war. Charlotte musste ebenfalls lachen. Anscheinend dachten sie doch das Gleiche von Jason. Sportler - gut aussehend, aber dumm. Was allerdings nicht heißen sollte, dass alle Sportler an der Viola High dumm waren. Ein Fall Beispiel kam nämlich gerade breit grinsend auf die beiden Mädchen zu gelaufen. Christopher. Er war ebenfalls Sportler, allerdings hing er nicht wie die meisten anderen mit seinen Mannschaftskollegen oder den Cheerleadern ab, sondern mit ihnen. Und mit Benjamin, den er natürlich wie immer mit im Schlepptau hatte. Sie waren die besten Freunde und hätten dennoch verschiedener nicht sein können. Christoper – groß, gut aussehend, beliebt und ein spitzen Sportler. Ben – nun ja, er war eben Ben. Er las gerne Comics, kannte sich mit Computern aus und war irgendwie auch ein bisschen schüchtern. Und total in Charlotte verknallt. Es gab eigentlich keinen, der das nicht wusste. Seitdem sie von New York nach Viola gezogen war, himmelte er sie an. Aber auf eine niedliche, ganz diskrete Weise. Er posaunte es nicht überall laut hinaus oder bedrängte Charlotte. Eigentlich tat er gar nichts. Weil er sich nicht traute. Und Charlotte? Die versuchte den Fakt, dass er ihn sie verknallt war einfach zu ignorieren. Manchmal tat sie so, als wüsste sie davon nichts, doch insgeheim hatte sie es auch schon bemerkt.
»Guten Morgen die Ladies.«, begrüßte der junge Adonis die beiden Mädchen und setzte ein verschmitztes Lächeln auf. »Guten Morgen. Hey, Chuck.«
Auch Ben begrüßte sie. Sein Lächeln wirkte nicht so spöttisch wie das seines besten Freundes. Eher schüchtern. Er war eben zurückhaltender.
Jetzt fehlten eigentlich nur noch Ian, Chloe und Amanda und dann war die Clique, oder wie Christopher zu sagen pflegte ‚Bande’, komplett. Charlotte hatte noch nie darüber nachgedacht, dass das weibliche Geschlecht in der Gruppe überwog. Wahrscheinlich fühlten sich Ben und Chris sogar sehr wohl unter all den Mädchen. Und Ian… Tja, der verstand sich wahrscheinlich ohnehin besser mit dem weiblichen Geschlecht, als mit dem männlichen (mal ganz abgesehen von Juliet). »Und? Gut geschlafen?«, fragte Christopher schließlich und warf Juliet dabei ein besonders schiefes Grinsen zu. Hallo?! Lief da etwa etwas? Oder warum verstand Charlotte den Witz als einzige nicht. Selbst Benjamin musste grinsen. Und alle wussten, dass Christopher und Ben sich alles anvertrauten. Na toll. Charlotte liebte es nicht eingeweiht zu sein.
»Natürlich. Also ich für meinen Teil hatte eine sehr erholsame Nacht. Und was ist mit dir, Chuck?«, antwortete Juliet ohne nur mit der Wimper zu zucken oder irgendwie eingeschüchtert zu sein. Die Blondine bewahrte einfach in jeder Situation ihre natürliche Eleganz.
»Ich hab auch gut geschlafen.«
Und wieder einmal hatte Chuck gelogen. Sie hatte nicht gut geschlafen. Sie schlief ziemlich selten gut und diese dämliche Frage erinnerte sie nur ein weiteres Mal, warum das so war. Sadie. Die Siebzehnjährige wollte allerdings nicht schon wieder daran denken. Es war zu ermüdend. Also versuchte sie so schnell wie möglich das Thema zu wechseln, etwas zu haben über das sie reden konnte, damit sie nicht weiter über ihre Träume nachdenken musste.
»Em, was haltet ihr eigentlich von diesem Ball? Ein Kostümball, richtig?«, warf Charlotte ein, um ein neues Thema anzuschneiden. Selbst wenn das neue Thema auch nicht ganz nach ihrem Geschmack war. Wenn Juliet allerdings betrachtete, war der Ball eindeutig ganz nach ihrem Geschmack. Es passte zu ihr, dass sie bei der Erwähnung eines ‚Balls’ große, glänzende Augen bekam.
»Das wird SO toll! Ich überlege schon die ganze Zeit, wie ich mich verkleiden soll! Ein Wunder, dass in dieser Stadt auch mal etwas passiert!«, platzte es sogleich aus Juliet heraus, sodass sich Chuck ein Grinsen nicht verkneifen konnte. Die anderen wohl auch nicht.
»Wir werden alle tolle Kleider tragen… Wunderschöne Kostüme! Ich bin schon echt gespannt, wie es wird! Das kann gar kein Reinfall werden!«
Anscheinend hatte Charlotte ein gutes Thema getroffen. Juliet erzählte und erzählte – da kam man gar nicht dazu über andere Dinge nachzudenken.
»Weißt du schon, als was du dich verkleidest?«, fragte die Blondine schließlich neugierig.
»Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir darüber noch gar keine Gedanken gemacht.«, gab Charlotte zu und strich sich verlegen eine Haarsträhne hinters Ohr. Dabei war der Ball schon in wenigen Tagen… Die Schülerin konnte das Entsetzen ihrer Freundin förmlich spüren.
»Du… Was?! Aber es ist doch schon bald soweit? Bist du v-e-r-r-ü-c-k-t?!«
Oh Mann, jetzt übertrieb sie aber wirklich ein wenig. Charlotte wusste gar nicht, warum Juliet der Ball so wichtig war. Früher war Chuck auf viele solcher Bälle gegangen. In New York hatte eigentlich so gut wie jeden Monat so etwas auf dem Plan gestanden. Da konnten solche Veranstaltungen sogar zur Last werden – auch wenn man dafür immer ein neues Kleid bekam. Das war Charlotte heute egal. Sie wollte eigentlich den ganzen New Yorker Upper East Side Mist hinter sich lassen. Zunächst war sie zwar nicht begeistert von dem Umzug nach Viola Hill gewesen, doch mit der Zeit hatte sie sich mit dem Gedanken angefreundet und erkannt, dass er eine gute Gelegenheit war, um neu anzufangen. Was sie auch getan hat. Es war ihr gelungen. Deswegen wollte sie so ungern wieder Dinge aus ihrem alten Leben in ihr neues lassen. Bälle gehörten dazu. »Wahrscheinlich bin ich das.«, gab Charlotte lachend zurück. »Ich mach mir eben nichts draus. Von dem Geld für das Kostüm kann ich sicher noch eine Tierpartnerschaft übernehmen.« Seitdem Sadie tot war, versuchte Charlotte die ganze Sache mit umweltaktivistischer Arbeit zu kompensieren. Sie stürzte sich förmlich in die Arbeit. Sie verteilte Flyer, organisierte Demonstrationen, übernahm Tierpartnerschaften und tat all das, was noch in ihrer Macht lag. Es war ihr wichtig geworden der Umwelt und den Tieren zu helfen. Juliet konnte da anscheinend nur die Augen verdrehen.
»Du kannst aber nicht immer nur an die Bäume im Regelwald denken. Du musst auch mal an DICH denken. Wenn du dir bis heute Abend nichts überlegt hast, dann komme ich, um dir zu helfen und du weißt, was dir dann droht!« Bei Juliets letzten Worten musste selbst die Blondine kichern. Charlotte nahm die Drohung dennoch ernst. Sie wusste nämlich wie nervig Ju mit ihrer überschwänglichen Art manchmal sein konnte.
»Okay, okay – alles, nur das nicht!«, scherzte Chuck. »Ich werd mir was überlegen, aber jetzt lasst uns lieber so langsam in unsere Klassen gehen. Gleich schellt es und ich für meinen Teil habe gleich Unterricht bei Mr. Faulkner. Er mag mich nicht. Da will ich nicht auch noch zu spät kommen. Ansonsten müsste ich wohl auf Erniedrigungen stehen.«, fügte sie schließlich hinzu und ging langsam näher auf das Schulgebäude zu. Die anderen würden ihr schon folgen. »Oh Mann, ja. Der ist echt schlimm. Zum Glück haben wir jetzt nicht die gleichen Kurse. So früh am Morgen könnte ich ihn wohl noch nicht ertragen.«, hörte sie Christopher schließlich stöhnen.
»Danke für die Ermutigung, Chris. Jetzt fühlte ich mich natürlich vieeel besser dabei in den Unterricht zu gehen.«, entgegnete ihm Charlotte und verdrehte die Augen. Sie konnte Mr. Faulkner nicht nur morgens nicht ertragen, sie konnte ihn NIE ertragen.
Als sie das Schulgebäude betraten (pünktlich zum ersten Gong), trennten sich ihre Wege. Zumindest Charlotte hatte mit keinen von ihnen einen Kurs in der ersten Stunde. Aber Chloe würde da sein. Zumindest wenn sie nicht krank war. Es kam Chuck komisch vor, dass sie ihre Freundin noch nicht gesehen hatte. Bei Amanda war das ähnlich, doch von ihr kannte man es, dass sie zu spät kam. Sie lebte alleine mit ihrem Dad. Die beiden waren nicht wirklich gut organisiert, doch das machte sie so sympathisch.

Im Klassenraum angekommen, saß Chloe schon an ihrem Platz neben Charlotte.
»Guten Morgen! Wie hast du es denn geschafft dich an uns vorbei zu schleichen, ohne gesehen zu werden?«, harkte die Brünette lächelnd nach.
»Ich war schon ein wenig eher da. Hab noch ein bisschen in der Bibliothek gelernt.«
Das sah Chloe ähnlich. Sie war einfach das typische Mädchen von Nebenan, das ihre Eltern mit guten Noten stolz machen wollte. Und sie schrieb gute Noten. Immer. Manchmal bewunderte Chuck diesen schulischen Ehrgeiz und versuchte sich sogar ein Bespiel an Chloe zu nehmen, doch lange hielt Charlotte es einfach nicht aus konstant und viel zu lernen. Sie war einfach nicht der Typ dafür. Mehr als eine Stunde am Stück konnte sie sich ohnehin nicht konzentrieren.
»Streberin.«, neckte sie ihre Freundin, während sie auf dem freien Stuhl neben Chloe Platz nahm. Manchmal war es nicht schlecht neben der Intelligenzbestie zu sitzen. Man bekam mehr mit, quatschte nicht so viel und Chloe half einem immer, wenn sie konnte und wenn man wollte. Im Erklären war sie klasse. Zumindest konnte sie Charlotte den Stoff besser vermitteln, als Mr. Faulkner. Oder lag es einfach daran, dass Charlotte von ihm gar nichts vermittelt bekommen wollte? Er war Mathematiklehrer, ein Fach, das sie ohnehin schon hasste. Dazu kam, dass Mr. Faulkner fast genauso schlimm war, wie die Mathematik selbst. Oder sogar noch schlimmer. Manchmal konnte sie das nicht so ganz einschätzen, denn sie hasste Mathe wirklich.
Gerade als Charlotte ein Gespräch mit Chloe anfangen wollte, betrat Mr. Faulkner den Klassenraum. Na toll, dachte sie und stellte sich auf eine stinklangweilige Unterrichtsstunde ein. Und so war es auch. Die restlichen Stunden verliefen nicht wirklich anders. Physik – würg. Spanisch – kotz. Aber da musste sie durch. Umso froher war sie, als es endlich zur Pause klingelte. Die Pause – eindeutig die beste Zeit am ganzen Schultag. Doch heute wollte sich Charlotte auch nicht so ganz damit anfreunden. Alle redeten nur von diesem Ball. Kannten sie denn keine anderen Themen? Was war so besonders an ihm? Gut, Chuck lebte noch nicht wirklich lange in Viola Hill und wahrscheinlich konnte sie nicht genau einschätzen, wie viele Angebote es für Jugendliche gab, doch solch einen Aufriss brauchte man wirklich nicht um einen dämlichen Ball machen. Was tat man dort denn großartig? Ja, man trug tolle Kleider oder in diesem Fall Kostüme. Ja, man tanzte. Ja, es war romantisch. Aber sonst? Total dämlich! Zumindest Charlotte hatte keine Lust darauf. Doch der gesamte Rest der Schule schien begeistert zu sein. Selbst einige, von denen Chuck es nicht erwartet hätte. Sogar Amanda schwärmte vom Ball, während alle zusammen an einem Tisch in der Cafeteria saßen. Für alle war der Ball ein gewaltiges Ereignis. Für Charlotte eher ein Beängstigendes. Alte Erinnerungen. Nein, das wollte sie nicht. Gleichzeitig musste sie die Sache allerdings auch realistisch sehen. Ihre Freunde würden es ihr wohl kaum erlauben den Ball nicht zu besuchen. Zumindest Juliet nicht. Da war sie erbarmungslos.
»Ben! Frag sie doch einfach.«
Christopher und Ben waren mittlerweile ein wenig von der Gruppe abgerückt und schienen ein kleines Einzelgespräch zu führen. Charlotte, die sich eh nicht für die Schwärmerei der Anderen interessierte, bekam nur halb mit, wovon sie sprachen, erkannte aber schnell, dass ihr Gespräch viel interessanter zu sein schien.
»Und du und Chloe? Hast DU sie denn schon gefragt?«, wollte Ben wissen.
»Nein aber… Ich mach’s noch. Keine Sorge. Du musst dann aber auch Cha…«
Mitten im Satz stoppe Chris und sah Charlotte an, die ihren Blick auf die Beiden gerichtet hatte. Hups. Entdeckt. Anscheinend war das Gespräch nicht für Ohren anderer bestimmt. Chuck tat so, als sei ihr die Einsticht erst jetzt gekommen und entschuldigte sich kurz, ehe sie aufstand und zur Toilette lief. Wahrscheinlich wollte sie ohnehin gar nicht wissen, worüber sie da sprachen. Letztendlich ging es doch sowieso nur um den Ball. Und davon hatte die Schülerin schon genug gehört. In der Toilette angekommen, standen einige Mädchen bewaffnet mit pinken Lipgloss vor den Spiegeln und beschmierten ihre Lippen. Und wer hätte es gedacht: natürlich hatten sie das Gleiche Thema, wie all die anderen. Der Ball. Konnte denn wirklich keiner über etwas Anderes sprechen?! Warum konnten die Kleinstädter nur so begeistert von einem einfachen Kostümball sein?
Charlotte verdrehte ihre Augen, ehe sie sich einen Spiegel suchte, um sich selbst auch ein wenig frisch zu machen. Sie spritzte sich ein wenig Wasser ins Gesicht und ging sich durch die Haare. Seufzend betrachtete sie ihr Spiegelbild. Was war nur los mit ihr? Das würden sich die Anderen wohl auch bald fragen, wenn sie noch länger wegbleiben würde. Also kehrte Charlotte wieder zu dem Cafeteria Tisch zurück, um den die anderen sich versammelt hatten, um festzustellen, dass es kurz darauf schon wieder klingelte. Toll, dann war die Pause wohl gelaufen. Ohne viele Worte schloss sie sich den Anderen an, um in den nächsten Unterricht zu gehen, der wahrscheinlich nicht weniger langweilig ausfallen würde, als der, den Chuck schon hinter sich gebracht hatte.

Als Charlotte nach Schulschluss zu Hause ankam, hatte sie das Gefühl sich gleich ins Bett legen zu können, um bis zum Morgen durchzuschlafen. Allerdings würde daraus nichts werden. Neben den Hausaufgaben, die sie für heute noch zu erledigen hatte, hatten sich unteranderem Juliet, Chloe und Amanda angemeldet. Es ging um den Ball und um die Kostüme, die die Mädchen tragen würden. Chuck war bereits dabei sich mental auf die Sache vorzubereiten. Es ging nun nicht nur ausschließlich um den Ball, sondern auch darum, dass ihre Freundinnen bald hier sein würden, in ihrem Haus. Bis jetzt hatte die Brünette das verhindern können. Das Haus war zwar sauber und aufgeräumt – es gab nichts, was ihr hätte peinlich sein können, doch Charlotte mochte den Gedanken dennoch nicht. Das Haus, nein die Villa war einfach so riesig, glatt ein bisschen angeberisch. Ihre Freunde sollten ruhig weiter denken ihr Taschengeld bewege sich in den gleichen Hemisphären wie ihres.
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